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  • Irrsinn der EGOlution DE

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Vorwort

Was auch immer wir glauben zu wissen, stellt eine stark eingeschränkte Sicht auf die Wirklichkeit dar. Ob Präsident, Geschäftsmann, Professor, Feldarbeiter oder Hausfrau, wir alle haben einen sehr begrenzten Sichtbereich, der zusätzlich von unzähligen Faktoren und Ereignissen überblendet wird. Das hat zur Folge, dass wir immer weniger Wahrheit erkennen.
Das Gehirn filtert für uns heraus, was es erstens als das Wichtigste erachtet, mit dem wir am leichtesten fertig werden. Zweitens, was unseren innersten Wünschen entspringt, und drittens, das am ehesten Erfolg und Anerkennung verspricht. Alles zusammen in dem Maße, wie unsere Emotionen mit dem Gehirn verknüpft sind.
Schmieden wir Pläne, greifen wir auf das zurück, was wir bisher erlernt haben. Planen weitere Aktionen, kopieren vermeintliche Erfolgsstrategien und Konzepte anderer, um materiellen Reichtum zu erlangen. Dabei sind wir fest überzeugt, das Beste zu erreichen, auch wenn es das Gegenteil bewirkt oder uns weiter im Hamsterrad gefangen hält.
Ein zentraler Punkt in der Entwicklung des Menschen ist das Besitztum – materiell und geistig. Diese ›Quelle der Macht‹ ergriffen einige, formten daraus Religionen, Weltanschauungen, Geld, Zinsen … und entwickelten dazu Marketingstrategien in Verbindung mit Techniken der jeweiligen Zeit.

Viele Glaubensrichtungen sind keiner Religion zuordenbar, vielmehr verstecken sich einige dahinter, um nicht erkannt zu werden.
Personen, die aus Angst und Unwissenheit einer Religion beitreten, unterliegen einer Gehirnwäsche.
Der Sinn des Lebens lässt sich nicht durch Denkvorgaben anderer finden, jeder muss ihn für sich selbst erkennen!
Inzwischen wissen wir, kein Wesen, das wir in all den Jahrtausenden zu Göttern, Helden und Bösewichten erkoren haben, existiert tatsächlich. Wahre Helden bleiben meist unerkannt!
Glaube bewirkt, dass Menschen jubelnd zusehen, wenn ihre Mitmenschen verbrannt, gefoltert, ausgeweidet und gevierteilt werden. Geschichten über Götter und wie unsere Welt einst entstand, reichen von Hügeln, die zu Brüsten wurden, bis hin zu Flüssen und Seen aus Tränen trauernder Engel und Dämonen.

Wer die Geheimnisse vieler Menschen kennt, hat Macht über sie! Erkennen wir das, können wir entsprechend reagieren, was meist nicht auf allen Seiten geschieht. Weshalb, erfahren wir im Verlauf des Buches.
Wir erfinden Geschichten nicht nur für Unerklärliches, sondern auch dann, wenn wir Bestimmtes damit erreichen wollen. Einige machen es zu ihrer Lebensaufgabe, Mitmenschen zu täuschen und zu manipulieren, und beschaffen sich so immens materiellen Reichtum. Sie erfinden stets neue künstliche Konstrukte, um ihre Pläne zu verwirklichen. Durch schrittweise, aber kontinuierliche Infiltration der Gehirne schaffen sie es, unser natürliches Wesen und unsere gesunde Lernfähigkeit zu zerstören.
Begeben wir uns auf die Reise der menschlichen EGOlution.
Sie ist durchzogen von Krankheiten, Intrigen und Gewalt.
Auch wenn es viel Schönes gibt, wir stehen an einem kritischen Punkt – am Abgrund – an dem es schwer ist, das Ruder herumzureißen und uns als Gesamtheit in eine bessere Zeit zu steuern.

Los geht’s!

Der Ursprung Teil 1

Was definieren wir als den Anfang? Welche Ereignisse stellen den Beginn unserer Entwicklung dar?

Die Wissenschaft ist ein System der Erkenntnisse, heißt es. Es geht um wesentliche und kausale Zusammenhänge. Kausalität bedeutet das Wechselverhältnis von Ursache und Wirkung. In unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen beschreiben wir Gesetzmäßigkeiten der Natur, Technik und des Denkens. Wenn wir nur Gedanken erforschen, nicht aber die gesundheitliche Basis, der diese entstammen, können keine wahren Erkenntnisse in Bezug auf unsere Psyche gewonnen werden.
Einen Wahnsinnigen, den wir nicht für wahnsinnig halten und nicht analysieren, betrachten wir immer in einem falschen Licht. Wir sehen weder die eigentlichen Gründe seiner Aktionen noch wie die daraus entstandenen negativen Resultate vermieden werden könnten.
Nur Kausalität zu erläutern, ohne den Geisteszustand einer Person miteinzubeziehen, versperrt den Blick auf grundlegende Faktoren. Erkennen wir diese, sehen wir Menschen, wie sie wirklich sind, was uns zu weiteren Schlussfolgerungen veranlasst.
Staatsoberhäupter, die fatale Fehler begehen, werden nicht auf ihre psychische Verfassung hin und Beweggründe zur Wahl ihrer beruflichen Laufbahn untersucht, obwohl sich alle über deren schwachsinniges Verhalten einig sind. Aber einen Einzelnen, der Grimassen schneidet, wenn er sich durch die Innenstadt bewegt, verweisen wir aufs Irrenhaus.
Hohe Ämter, Titel und Uniformen wirken dabei wie der Umhang eines Superhelden. Wir können analysieren, wie bestimmte Oberflächen auf Waffen reagieren, wann ein Volk durch ein anderes angegriffen und ungerecht behandelt worden ist, zu welcher Zeit es mehr Kriege als sonst gegeben hat, wann Religionen entstanden sind … Doch dabei vergessen wir meist den Geisteszustand und die Ambitionen der Hauptakteure zum jeweiligen Zeitpunkt des Geschehens.
Wann traten die ersten Menschen in Erscheinung, haben sie von Beginn an in Gruppen gelebt, zusammen gegessen, sind sie gemeinsam auf die Jagd gegangen oder waren sie eher Einzelgänger?
Die antrainierte Sicht auf unsere Entwicklung ist sehr eingeschränkt und kann auf den heutigen Menschen nicht mehr angewendet werden.
Warum?
Einerseits haben sich Lebensraum und Psyche aller Lebewesen völlig verändert, andererseits gibt es gegenwärtig viele künstlich erschaffene Konstrukte, deren Erbauer erpicht darauf sind, die antrainierte Sicht aufrechtzuerhalten.
Der Einfachheit halber wollen wir im Folgenden die menschliche Entwicklung in verschiedene Stränge und Sichtweisen aufteilen. Aus diesem Grund müssen wir hin und wieder zwischen Epochen wechseln, um die Zusammenhänge besser darstellen zu können.
Es gibt viele Geschichten, Dokumentationen, wissenschaftliche Berichte … darüber, was wir als den Anfang bezeichnen. Wann aber traten die ersten Krankheiten auf, wie jene, die den menschlichen Geist betreffen?
Nicht mit wissenschaftlich anerkannten sollten wir uns beschäftigen, sondern eindringlicher mit denen, die nicht so offensichtlich sind.
Beginnen wir mit ein paar grundlegenden Fragen zur Auffassungsgabe und zum möglichen Empfinden unserer Vorfahren:
• Wie mag eine erste Begegnung zweier Gruppen vorzeitlicher Menschen ausgesehen haben?
• Was haben unsere Vorfahren empfunden, als ihnen bewusst wurde, dass sie nicht die Einzigen in ihrer Welt sind?
• Welche Anstrengungen haben diese Menschen in Bezug auf Verhaltensregeln gegenüber ihresgleichen unternommen?
• Welche Sorgen hat es vor 100 000 Jahren gegeben und wie unterscheiden sich diese von den heutigen?
• Haben Urzeitmenschen ihre Kinder geschlagen?
• Haben unsere Vorfahren gewusst, dass sie sich durch Erfindungen wie Werkzeuge einen ungeahnten Vorteil ihrer eigenen Art gegenüber verschaffen können, oder haben sie diese nur als Maßnahme angesehen, um Tieren die Haut abzuziehen und Steine zu bearbeiten?
• Zu welcher Zeit ist die Gewalt gegen die eigene Spezies übermäßig und immer extremer geworden?
• Welche Auslöser sind bekannt, die maßgeblich zu unserem gegenwärtig geistigen und mentalen Zustand geführt haben?
• Sind es in der Urzeit eher materielle oder auch geistige Werkzeuge gewesen, die zur eigenen Bereicherung angewandt wurden?
• Wann haben grundlegend menschliche Verhaltensweisen eine negative Wende genommen?
• Was sind die Hauptauslöser für all die grausamen Ereignisse im Laufe der menschlichen Evolution?

Wie unsere Vorfahren genau empfunden haben, können wir nur erahnen, aber niemals wissen. Um das herauszufinden, müssten wir uns in diese Zeit begeben und unter den Urmenschen aufwachsen oder zumindest eine Zeit lang leben. Selbst wenn wir Millionen Wissenschaftler darauf ansetzten, eine Milliarde Bücher dazu schreiben, noch so viele Knochen unserer Vorfahren ausgraben würden und Überreste aus früheren Epochen fänden, blieben wir dennoch im Unklaren, was wirklich geschehen ist!
Ein entscheidender Punkt: Es gibt aus dieser Zeit keinerlei Aufzeichnungen in Form von Schriften. Die Techniken, die wir nutzen, um Gegenstände zu datieren und in eine Epoche einzugliedern, sind womöglich das Beste, das wir momentan haben, um überhaupt eine Zuordnung und Aussage vornehmen zu können.
Was wir jedoch mit ziemlicher Sicherheit wissen: Unsere Vorfahren sind anders gewesen als wir. Allein die Tatsache, dass es keine Luxusgüter, Chemiekonzerne, Internet, Drogen (wie wir sie heute kennen), Fließbandarbeit, Banken, Computer … gegeben hat, gibt uns diese Gewissheit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben unsere Vorfahren anders bei Konflikten innerhalb der Gemeinschaft und auch bei familiären Angelegenheiten reagiert. Ihr Fundament für das Überleben waren Vertrauen und Zusammenhalt. Das setzt respektvollen Umgang miteinander voraus, ebenso Kindern gegenüber.
Wenn wir uns heute mit indigenen Völkern vergleichen, sehen wir ganz andere Verhaltensweisen. Im Laufe der Evolution, die sich immer weiter in eine EGOlution verwandelt hat, haben sich zwei Arten von Menschen entwickelt: eine künstliche Konsumgesellschaft und eine natürliche Minderheit. Wie verhalten sich heutige Urvölker, die nicht durch das Bankensystem und die Hochfinanz, durch das Internet, Computer und künstliche Konstruktionen beeinflusst werden? Sie verhalten sich natürlich!
Affen, Barbaren, Wilde, Heiden …, so werden diese Menschen gern von den ›Weiterentwickelten‹ unter uns genannt.
Demnach sind unsere Vorfahren niedere Menschen, gottlose und dumme Kreaturen gewesen. Oft bezeichnen wir die einfache Lebensweise als wild oder zurückgeblieben. Das zeugt eindeutig von Arroganz, Intoleranz und Respektlosigkeit.
Was gibt den Anlass, Menschen als minderwertig zu betiteln und zu behandeln, nur weil sie sich nicht für die Welt des Konsums entschieden haben?

Unzählig abwertende Aussagen und Texte über fremde Völker und Gesinnung des modernen Menschen lassen sich in Archiven, im Internet, in Büchern und Unterhaltungen finden. Urzeitmenschen sind weder der Manipulation durch Banken oder Internet noch all den künstlich erzeugten Zwängen durch Industrie, Werbung, Klischees, fehlende Elternweitsicht und Bürokratie ausgesetzt gewesen, geschweige denn dem Irrsinn einiger selbst ernannter gottähnlicher Wesen. Das Gleiche gilt für heutige indigene Völker (die wenigen verbliebenen). Gerechtfertigt werden viele Erfindungen und Regeln mit der Begründung der Überbevölkerung oder der besseren Verwaltung, anders sei es nicht möglich …, wir brauchen dies und jenes, ohne ginge es nicht. Im Laufe dieses Buches werden wir erkennen, dass dies fast alles nur Fassaden sind und von einigen Menschen künstlich erschaffene Konstruktionen, um den Großteil zu kontrollieren, anstatt zu managen.

Für die Urzeitmenschen sind gewiss schon geringste Veränderungen von enormer Bedeutung gewesen und der Beginn von etwas Großem. Die Entdeckung des Feuers oder eines Steins, der durch Reibung und Funkenschlag Material zum Brennen bringt. Derartige Ereignisse sind sicherlich Höhepunkte längst vergangener Zeiten, natürliche Prozesse, durch die der Mensch in seiner Evolution gelernt hat. Es sind von der Natur erschaffene Produkte, wie Energie aus Blitzen, die einst von unseren Vorfahren genutzt wurden, um grundlegende Dinge für ihr Vorankommen zu sichern. Feuer, um Nahrungsmittel in gut verdaulicher Form herzustellen, Felle von Tieren zu bearbeiten, um einen zusätzlichen Schutz vor extremen Wettereinflüssen und anderen Tieren zu schaffen. Dies sind Teile unseres natürlichen Erbes. Noch jetzt schlummert vieles in uns, das wir den Höhlenmenschen zuschreiben!

Weder die heutigen indigenen Völker noch unsere Vorfahren waren jemals schlechter dran als wir. Mehr Güter zu besitzen, bedeutet nicht, dass es uns besser geht. Vielmehr sollten wir uns fragen: Wem nutzt das, wenn wir so denken? Weshalb reduzieren wir die Herstellung von Gütern nicht darauf, was sinnvoll ist und was wir wirklich benötigen, so wie damals vor 100 000 Jahren oder früher? Es mag richtig sein, dass unsere Vorfahren das Wissen dazu nicht hatten, um all die Dinge herzustellen, aber wissen wir auch, ob sie diese genutzt hätten, wenn es ihnen möglich gewesen wäre?

Eine fiktive Geschichte

(Augenmerk liegt auf einer möglichen Verhaltensentwicklung durch bestimmte Einflüsse)
Eine Gruppe aus der Zeit vor 100 000 Jahren besteht aus zehn Menschen. Sie wird einem Experiment unterzogen, um ein gewisses Ziel zu erreichen. Ein aufbauendes System, in dem die Probanden etwas Bestimmtes lernen sollen. Ihr Verhalten wird dabei in spezielle Bahnen gelenkt.

Teil 1: Jeder in der Gruppe bekommt einen Bleistift und wird damit allein gelassen. Wir beobachten, was die Einzelnen damit anstellen.
1. Wir sehen, jeder geht anders mit dem Bleistift um.
2. Keiner kann etwas Sinnvolles damit anfangen. Nach einiger Zeit bekommen alle ein Blatt Papier.

Teil 2: Jetzt haben die Teilnehmer je einen Bleistift und ein Blatt Papier. Der Erste erkennt irgendwann, dass er mit dem Bleistift auf dem Blatt Papier etwas tun kann. Da er aber das Schreiben oder gar Zeichnen nicht gelernt hat, erstellt er höchstens Kritzeleien. Nach einer weiteren Zeitspanne bekommen alle Buntstifte und einen Papierblock.

Teil 3: Mit den Buntstiften, dem Bleistift und dem Papierblock bewerkstelligen die Probanden schon viel mehr als zu Beginn mit nur einem Bleistift. Der eine versucht, Farben zu kombinieren, der Nächste ein Blatt aus dem Block zu reißen, zu falten und zu formen und wieder ein anderer zerknüllt ein Blatt und findet dabei Erstaunliches für sich heraus.

Teil 4: Durch stetig mehr dieser unnatürlichen Dinge (Bleistift, Papier und Buntstifte) sind zwei Teilnehmer der Gruppe ganz versessen auf weitere. Wir stufen die zwei als besonders intelligent und wissbegierig ein. Daher kommen sie in einen separaten Raum, in dem bunte Bilder an der Wand hängen. Die beiden ›Auserwählten‹ sehen nun Beispiele, wie sie die zuvor erhaltenen Stifte nutzen könnten. Der Einfachheit halber nennen wir diese beiden Teilnehmer ›Agus‹ und ›Bgus‹.
Es dauert nicht lange, bis Agus herausfindet, wie er ein Bild malen kann. Bgus macht nach, was er bei Agus sieht. Doch er betrachtet seine Umwelt und die Dinge im gemeinsamen Zimmer anders als Agus und kommt so auf die Idee, eines der Bilder, die an der Wand hängen, nachzuzeichnen. Bgus kommt zu der Auffassung (seine Auffassung), Nachahmen ist für ihn einfacher, als etwas aus eigenem Antrieb zu erschaffen.

Teil 5: Im weiteren Verlauf geben wir Agus und Bgus eine Staffelei, Ölfarben und Pinsel. Beide werden immer besser, was den Umgang mit ihren Objekten angeht. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich nun hauptsächlich auf diese Dinge. Kommunikation und soziale Interaktion werden dabei vernachlässigt. Agus beobachtet, dass Bgus kopiert und kaum etwas aus eigener Kreativität erschafft. Dies macht er sich zunutze, indem er Bgus immer mehr Dinge vorgibt, und registriert schließlich, dass er ihn damit manipulieren kann. Die Situation und seine neuen Erkenntnisse missbraucht Agus, um sich selbst unentbehrlich für Bgus zu machen, und stellt sich zunehmend als gottähnliches Wesen zur Schau. Bgus akzeptiert dies und wird der erste Anhänger von Agus.

Teil 6: Alle zehn Teilnehmer haben sich unterschiedlich entwickelt. Nachdem Agus und Bgus eine besondere Gemeinschaft gegründet haben und die anderen acht aus der Versuchsgruppe keine nennenswerten Ergebnisse mit den Gegenständen erzielen konnten, führen wir wieder alle zehn zusammen.

Teil 7: Agus und Bgus beschließen nun, ihre Gemeinschaft zu erweitern. Agus wittert seinen Vorteil, sollte er den Rest der Gruppe ebenfalls für sich gewinnen können. Die anderen acht haben nicht das gleiche Bewusstsein. Doch mit Überzeugungskraft erreichen die beiden, dass sich sechs der acht auf ihre Seite stellen. Diese sechs Teilnehmer haben ähnlich wie Bgus keinen großen Antrieb, etwas Eigenes zu erschaffen, und verlassen sich lieber auf Agus und Bgus. Die übrigen zwei erkennen das falsche Spiel und weigern sich, dieser fragwürdigen Gemeinschaft beizutreten. Agus überzeugt Bgus von der ausgehenden Gefahr der ›Außenseiter‹ und gemeinsam beschließen sie, die beiden zu beseitigen. Eines Nachts erschlagen Agus und Bgus die zwei im Schlaf.

Ende der Geschichte


Überlegung 1

Alle zehn der Gruppe werden aus ihrer natürlichen Umgebung heraus in eine künstliche versetzt. Durch bestimmte Umstände sieht Agus Vorteile darin, die anderen zu manipulieren. Er zieht künstliche Dinge den natürlichen wie Kommunikation und soziale Interaktion vor. Agus kann von den neuen Werkzeugen nicht genug bekommen. Er denkt nur an sich selbst – sieht nur seinen eigenen Vorteil – statt in die Zukunft zu blicken und sich für ein Miteinander zu entscheiden. Seine Art zu denken, bringt ihn darauf, andere für sich arbeiten zu lassen. Materielle Dinge sind ihm wichtiger als der Frieden innerhalb der Gruppe, weshalb er letztendlich jene beseitigt, die ihm im Weg stehen.
Bgus entpuppt sich als träge und Mitläufer, obwohl er nicht dumm ist. Auch er ist der Auffassung, durch sein Verhalten Vorteile zu gewinnen, zwar nicht in gleichem Maße wie Agus, was er jedoch akzeptiert.
Sechs der anderen acht Teilnehmer verkennen das böse Spiel von Agus und Bgus und fallen darauf herein. Sie lassen sich von etwas überzeugen, das sie im Grunde nicht verstehen. Die einzigen beiden, die diese Arglist durchschauen, müssen sterben.

Ende Überlegung 1


Überlegung 2

Wie könnte sich die Gruppe entwickeln, würde sie nicht mit künstlichen Reizen gefüttert? Was, wenn Agus’ und Bgus’ natürliche Entwicklung nicht durch Gier nach Macht gestört würde?
Agus und Bgus würden nicht durch materielle Dinge geblendet. Würden nicht in die Isolation zur Nähe anderer Menschen geraten und dadurch einen Mangel an Kommunikation und sozialer Interaktion erfahren, was sie in eine für alle negative Bahn lenkt.
Sechs der acht übrigen Teilnehmer würden nicht den entscheidenden Fehler begehen, sich Agus und Bgus anzuschließen, und damit das durch Trägheit zerstören, was sie zuvor aufgebaut haben. Die beiden anderen mit der Fähigkeit, das zu erkennen und standhaft zu bleiben, müssten nicht mit ihrem Leben bezahlen, würde dieses Fehlverhalten nicht durch Agus, Bgus und schädliche Eingriffe in Gang gesetzt werden.

Ende Überlegung 2

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