Autor Paolo Silas
In welchen Genres schreibst du?
Philosophie, Sachbücher, Andere
Titel deiner bisher veröffentlichten Bücher?
Mein erstes Buch mit dem Titel "Das Buch ohne Titel" werde ich in den nächsten Wochen veröffentlichen.
Wie kamst du zum Schreiben?
Das frage ich mich in letzter Zeit selbst des Öfteren! Ich habe zwar relativ viel mit schriftlichen Arbeiten in meinem Job zu tun, aber Bücher schreiben wollte ich eigentlich nie. Der ausschlaggebende Impuls entwickelte sich durch unsere globale Situation. Ich war schon immer jemand mit philosophischer Denkweise – ein Denker.
Zum Schreiben kam ich auch deshalb, weil ich meine Gedanken, die ich über unsere Spezies entwickelt habe, zu interessant finde, als dass ich sie für mich behalten kann. In meinen Augen sind alle Menschen wichtig und jeder sollte sagen, was er denkt. Die Steigerung von Sprechen ist Schreiben. Gesprochene Wörter vernehmen nur wenige, je nachdem, wie viele Ohren in dem Umfeld sind, zum Beispiel über ein Video im Internet oder bei einem Spaziergang mit zwei bis drei Freunden.
Dann bleibt immer zu hoffen, dass die anwesenden Ohren auch hören können und der Weg der Wörter hin zum Gehirn nicht durch irgendetwas blockiert ist. Was nutzen viele Worte, wenn niemand da ist, der sie versteht oder verstehen möchte?
Worauf konzentrierst du dich beim Schreiben am meisten?
Auf’s Schreiben. Nein, im Ernst – darauf, dass mein Text verständlich ist. Nach meiner Auffassung. Auch wenn ich nicht wissen kann, wer was davon versteht, mache ich mir Gedanken deshalb, weil ich möchte, dass jedem klar ist, was er in meinem Buch liest. Ich weiß, in der Realität funktioniert das nicht und es ist egal, was du schreibst, es gibt immer einen, der etwas falsch deutet, nicht durchschaut oder nicht erfasst. Mir geht es nicht anders. Und ich denke, Texte zu schreiben, die noch dazu ihre angestrebte Wirkung erreichen, dabei spielen auch eine Portion Glück, ein gewisses Gefühl oder auch Erfahrung eine Rolle.
Wie alt warst du, als dir das erste Mal der Gedanke kam ein Buch zu schreiben?
8 - 9 Jahre, aber damals dachte ich eher an Feenund Astronauten.
Wie lässt du dich inspirieren?
Das Leben inspiriert, auch mich! So viele Geschichten, welcher Art und mit welchem Ausgang auch immer, da gibt es für jeden etwas, über das er schreiben und nachdenken kann. Hören, sehen, riechen, fühlen – und dann mit dem Schreiben loslegen, so läuft das.
Ist das Schreiben so etwas wie ein Ventil für dich und wenn ja, wie beschreibst du es?
Irgendeines mit Sicherheit. Ich denke am ehesten, um zu entspannen. Es ist das Gegenteil zu meinem anstrengenden Beruf und so kann ich meinen Gedanken freien Lauf lassen.
Welches deiner Bücher gefällt dir selbst am besten?
Alle meine Bücher, die ich noch schreiben werde, gefallen mir jetzt schon. Vor allem aber ›Das Buch ohne Titel‹, das ich voraussichtlich dieses Jahr im Juni veröffentlichen werde.
Welche Charaktere deiner Bücher sind dir am meisten ans Herz gewachsen?
Keiner! In meinem ersten Buch, das bald erscheint, gibt es zwar Charaktere, diese sind aber keine Helden, mystische Figuren oder dergleichen. Es geht um uns, und da gebe ich keinem den Vorzug. Würde meine Frau darin vorkommen, wäre sie auf jeden Fall meine erste Wahl bei dieser Einteilung.
Wann erscheint voraussichtlich dein nächstes Buch?
Ich möchte es bis Ende Juni 2025 veröffentlichen. Oftmals schreibe ich größere Passagen noch einmal um, dann kann es etwas später werden. Spätestens aber Quartal 3/2025.
Wo bzw. wie sind deine Bücher am einfachsten zu finden?
Auch wenn ich damit nicht viel Erfahrung habe, wo es am besten ist, Bücher einzustellen, so habe ich doch schon vor vielen Jahren bemerkt, dass es keine Gute Idee ist, es dort zu tun, wo es die meisten machen. Das hat sehr viele Gründe, die ich aber jetzt nicht erläutern möchte. artdesign88 hat mir mein Buchcover designed, und da ich dort äußerst gute Erfahrungen mit der Abwicklung gemacht habe, werde ich es zuerst dort veröffentlichen.
Was sagst du deinen Lesern, die selbst gern schreiben würden, aber nicht wissen, wie sie beginnen sollen?
Das richtet sich nach dem Charakter der jeweiligen Person. Jemandem, der gut organisiert ist, würde ich empfehlen, eine Liste an Stichpunkten zu machen und zu jedem nach und nach alles aufzuschreiben, was ihm dazu einfällt. Lose Zettel mit Textschnipseln zu generieren, würde ich eher vermeiden, außer man hat eine Tafel, auf der man sie gut sichtbar machen kann, dann ist es eine feine Sache. Das Gleiche kann aber auch jeder am Computer mit den entsprechenden Programmen erstellen. Nervösen Menschen, jenen, die schwer in Fahrt kommen oder denen selten die Worte einfallen, die sie gern schreiben würden, empfehle ich, hinauszugehen. Mal in die Natur, ein anderes Mal unter Menschen und einfach beobachten. Einen Block dazu mitnehmen und Notizen zu dem Thema machen, die für das Buch infrage kommen. Hilfreich ist auch, seine eigene Vergangenheit im Geiste intensiv neu zu erleben. Auf diese Weise tauchen bereits seit Langem vergessene Geschichten wieder auf, und die sind oft interessanter, als wir glauben.
Von großem Vorteil ist es, sich selbst zu kennen!
Zu wissen, was man kann und was nicht, ist damit nicht gemeint, denn meist kennen wir unsere Grenzen nicht und sind uns selbst im Weg.
Trau dich was, die Zeit, die du hast, ist viel zu kurz, um sich darüber Gedanken zu machen – soll ich oder soll ich nicht? Solange du etwas nicht getan hast, kannst du dich zwar auch nicht darüber ärgern, falls es schief gegangen wäre, wirst aber auch nie erfahren, ob du ein grandioser Schreiberling geworden wärest.
Deine Abschlussrede
Alles, was wir tun, sind meist nur Versuche, unseren Platz in dieser Welt zu finden. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir mit anderen kommunizieren, uns einkleiden oder zu einem Kochkurs gehen. Wir orientieren uns an dem, was die Umgebung um uns herum bereitstellt, übersehen dabei aber das Wichtigste – wir selbst erschaffen unsere Umgebung!