Direkt zum Inhalt
Die Community für Leser
  • Der Fleischhammer • Lukas F. Ludwig

Autor Lukas F. Ludwig

In welchen Genres schreibst du?

Cosmic Horror, Fantasy, Historische Fantasy, Horror

Titel deiner bisher veröffentlichten Bücher?

Sein Lied von Blut und Schmerz
Der Fleischhammer. Eine wundersame Reise in die Hölle

Wie kamst du zum Schreiben?

Ich habe als Jugendlicher, damals begeisterter Stephen King-Leser, mit dem Schreiben von Horror-Kurzgeschichten begonnen, aber keine dieser Geschichten veröffentlicht. Als ich gemerkt habe, dass mir die akademische Welt (ich bin Privatdozent für Neuere Geschichte) nicht mehr zusagte, ich mich zunehmend von ihr entfremdet fühlte, beschloss ich, mein Hobby zu intensivieren und endlich einen Horror-Roman zu veröffentlichen.

Worauf konzentrierst du dich beim Schreiben am meisten?

Auf die Charakterentwicklung und auf den Plot. Ich lege meist zwei Dokumente an: Charaktere und Storyline (wie ein Drehbuch). Manchmal kommt auch eine größere Hintergrundgeschichte dazu, wenn der Plot tiefer gehen sollte.

Wie alt warst du, als dir das erste Mal der Gedanke kam ein Buch zu schreiben?

Damals war ich etwa 14 Jahre alt, habe mich dann aber für die akademische Laufbahn entschieden (und natürlich auch wissenschaftlich publiziert). Erst mit 45 Jahren beschloss ich, einen Roman zu veröffentlichen.

Wie lässt du dich inspirieren?

Durch meine Umwelt und durch Themen, die mir zusagen und in deren Rahmen ich mir eine Geschichte ausdenken kann. Manchmal sind es auch starke Emotionen, etwa infolge einer persönlichen Erschütterung, die mich dazu inspirieren, einen Roman oder eine Kurzgeschichte zu schreiben.

Ist das Schreiben so etwas wie ein Ventil für dich und wenn ja, wie beschreibst du es?

Ja, und wie! Das Schreiben ermöglicht mir, belastende Dinge in meinem Kopf auf Papier (oder in den Computer) zu bannen. Es erfüllt mich auch mit großer Freude, ein Kapitel eines Romans abgeschlossen oder einen guten Plot und witzige Charaktere entwickelt zu haben. Die Veröffentlichung ist mir gar nicht so wichtig, es ist die tägliche Praxis, die mich glücklich macht.

Welches deiner Bücher gefällt dir selbst am besten?

Schwer zu sagen, da ich bislang nur zwei Bücher veröffentlicht habe. In beiden steckt viel Herzblut, und die zwei Bücher sind zudem sehr unterschiedlich. Ich kann mich nicht entscheiden, welches mir besser gefällt, würde aber vielleicht doch zu Sein Lied von Blut und Schmerz tendieren.

Welche Charaktere deiner Bücher sind dir am meisten ans Herz gewachsen?

Lisa Salome aus Sein Lied von Blut und Schmerz. Lisa Salome ist die Hauptprotagonistin des Buchs, sie ist eine starke junge Frau, eine feministische, selbstbewusste Studentin, die im Verlauf des Romans über sich hinauswächst.

Louis Martens aus Der Fleischhammer. Auch Louis wächst im Laufe der Geschichte über sich hinaus. Über verschlungene Pfade fasst er endlich wieder Mut und Motivation, sein Studium zu beenden und eine Dissertation zu beginnen. Menschen, die über sich hinauswachsen und Größe zeigen können, sind mir sehr wichtig bei der Charakterentwicklung.

Wann erscheint voraussichtlich dein nächstes Buch?

Ich plane, Ende 2026 mein nächstes Buch zu veröffentlichen.

Wo bzw. wie sind deine Bücher am einfachsten zu finden?

Ich habe beide Bücher über Amazon-Kindle im Selbstverlag veröffentlicht. Sie sind über Amazon.de erhältlich, sowohl als e-Books als auch als Taschenbücher.

Was sagst du deinen Lesern, die selbst gern schreiben würden, aber nicht wissen, wie sie beginnen sollen?

Ich würde empfehlen, zunächst intuitiv zu schreiben, zu versuchen, nur aus dem Kopf heraus eine Geschichte zu konstruieren, um keine Angst vor Schreibblockaden zu entwickeln. Es erscheint mir wichtig, eine individuelle Schreibpraxis zu entwickeln und zu etablieren.

Wenn ein umfangreicherer Roman geplant ist, würde ich dagegen den Schwerpunkt zunächst auf die Charakterentwicklung und einen drehbuchartigen Ablauf der Geschichte legen. Das verhindert, sich in Details zu verlieren. Wichtig ist, dass einem die Logline (2-3 Sätze) immer vor Augen steht; der rote Faden darf nicht verlorengehen.

Deine Abschlussrede

Es braucht einiges an Mut, einen eigenen Roman zu schreiben und zu veröffentlichen, besonders im Bereich Horror und Dark Fantasy, und auch einiges an Widerstandsfähigkeit, da mit zahlreichen Ablehnungen durch Verlage gerechnet werden muss, besonders im deutschsprachigen Raum, wo Horror nicht ganz so etabliert ist wie im englischsprachigen. Lasst euch nicht entmutigen, wichtig ist das Schreiben selbst!