Wen betrifft es und wann wird es so weit sein? Was sind die Auswirkungen und vor allem woraus resultiert das?
Umwälzungen im Arbeitswesen finden nicht erst seit gestern statt. Veränderungen gab und gibt es immer! Mit Einzug von Künstlicher Intelligenz, vor allem in der Datenverarbeitung und in Bereichen der Dateneingabe, stärker als jemals zuvor. Immer dann, wenn Menschen durch effektivere Methoden, die zudem mehr Gewinn versprechen, ersetzt werden können, werden viele Unternehmen darauf zurückgreifen.
In diesem Artikel beschränken wir uns auf Jobs, bei denen es um Dateneingaben und sowie Datenaufbereitung geht. Zusammenfassend lassen sich diese zwei Kategorien in Datenverarbeitung vereinen.
Beispiele sind:
- Service- und Callcenter
- Übersetzer
- Kundenservice
- Personalabteilungen
- Softwareentwickler
- Webdesigner
- Verwaltung jeder Art
- Content-Autoren
- Moderatoren
- Schriftsteller und Autoren
- Journalisten
- Grafiker
- Designer
Allein die vorangegangenen Jobbereiche enthalten Tausende weiterer Unterkategorien und damit Millionen betroffener Arbeitsplätze. Analysen zeigen, dass schon vor vielen Jahren mit dem Austausch von Menschen am Arbeitsplatz durch Künstliche Intelligenz begonnen wurde. Vor allem aber in den letzten 3–4 Jahren und in den kommenden wird massiver Stellenabbau in Tausenden Firmen Weltweit zu verzeichnen sein.
Es wird geschätzt, dass bis zum Jahr 2030 bis zu 300 Millionen Arbeitsplätze durch KI ersetzt werden!
In Berichten über Entlassungen werden meist nur Festangestellte eingerechnet. Das bedeutet, dass Freiberufler und externe Berater nicht dazu zählen, wenn das Unternehmen XYZ erklärt, es habe keine Entlassungen vorgenommen. Besteht ein Unternehmen beispielsweise aus 50 % externen Beratern und strukturiert seine Abteilungen zugunsten von KI um, entlässt es alle externen Mitarbeiter und deklariert keinen einzigen Stellenabbau aufgrund des Einzugs neuer KI-Techniken.
Eine Besonderheit sind Autoren, die KI zur Generierung ihrer Bücher nutzen und damit keine ›echten‹ Buchautoren sind. Die Eingabe weniger Wörter, um dann daraus von einem Algorithmus ein Buch generieren zu lassen, enspricht nicht im Geringsten der Arbeit eines Buchautors, sondern der eines Kopierers. Das zerstört zudem den gesamten Jobmarkt sowie Erwerbsgrundlage für echte Buchautoren! Und davon abgesehen, damit wird KI trainiert.
Wenn jeder Mensch seine Bücher per Knopfdruck erstellen kann, wird es auch jeder irgendwann tun. Wenn es so weit ist, wird ein großer Brocken kulturelles Erbe verloren gehen. Individualität wird weiter verschwinden und Eintönigkeit wird sich weiter breitmachen.
Wen trifft es als Ersten?
Zum einen jene, die am meisten zur Entwicklung der KI beitragen, wie zuvor genannte unechte Buchautoren, und zum anderen alle, die etwas mit Datenverarbeitung zu tun haben. Weshalb, ist einfach zu erklären.
Bleiben wir bei dem Beispiel: Jemand erzeugt über KI ein Buch und möchte es als etwas verkaufen, das nicht von ihm stammt, sondern das per Knopfdruck aus einem riesigen Datenpool erzeugt wurde. Leser suchen sich Bücher mit gewissen Eigenschaften. Diese können nur durch Gefühle des Autors aufs Papier gebracht werden. KI kann das nicht!
Mit der Zeit wird es immer weniger Leser bzw. Buchkäufer geben, oder wie bereits zuvor angesprochen, werden sich ehemalige Buchkäufer Bücher selbst mittels KI generieren. Denn: Welchen Sinn ergibt es für Leser, Bücher zu kaufen, wenn diese mit einer Technik erstellt wurden, die sie selbst für einen Bruchteil der Kosten anwenden können, die sie sonst über jemand anderen bezahlen müssten?
Das Ergebnis ist höherer Gewinn für Betreiber der KI-Dienste, die Zerstörung des ursprünglichen Buchmarktes und des Berufes des Buchautors sowie der Schriftsteller.
Servicemitarbeiter, die an ihrem Arbeitsplatz Anrufe von Kunden entgegennehmen, Übersetzer von Schriften und Texten, Webdesigner, Designer von digitalen Inhalten, Musikautoren und jeder, der digitale Inhalte generiert und damit seine Brötchen verdient, wird früher oder später davon betroffen sein.
Weißt du, wie viele Bilder du bei Pixabay oder einer ähnlichen Plattform kostenlos übertragen hast? Weißt du, wie viele Videos du auf YouTube hochgeladen hast? Und weißt du, wie viele Texte du ins Internet gestellt hast? Aber vor allem, weißt du, wie viel Profit die Betreiber dieser Portale mit deinen Inhalten bereits jetzt erwirtschaftet haben? Ist dir bewusst, wie viel Lebenszeit du damit verbringst, dass andere Reich werden und du höchstwahrscheinlich ärmer?
Wenn du dich fragst, ob du auch zu den Personen gehören wirst, die in den nächsten Jahren ihren Arbeitsplatz verlieren werden, dann kannst du dir das selbst beantworten, indem du diesen Text liest und 1+1 zusammenzählst. Du solltest verstehen, dass Menschen häufig als das schwächste Glied in einem Unternehmen angesehen werden. Sie machen Fehler und kosten Geld. Sie werden krank und müssen kontrolliert werden. Menschen werden von vielen Unsicherheitsfaktoren begleitet, die den Unternehmern ein Dorn im Auge sind. Nicht zuletzt die Rechte der Arbeitnehmer. Ein Algorithmus hat keine Rechte und wird auch nicht krank!
Ganz so einfach ist es letztendlich nicht. Denn wie wir alle wissen, gibt es Schwachstellen in Software und Netzwerken. Vielleicht wird diese Anmaßung eines Tages zum Verhängnis der KI und ihrer Entwickler.
KI ist günstiger und schweigt. Der Algorithmus ist so gut wie die Programmierer, die ihn erschaffen und trainiert haben. Passt etwas daran nicht, wird er angepasst. Das ist zu Beginn viel einfacher, als Menschen umzuerziehen. Die Kostenersparnis durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist enorm, je nachdem, um welche Menge Angestellter es sich handelt, die ersetzt werden kann. Was alles beim Einsatz von zu viel Technik schiefgehen kann, ist meist Nebensache.
Hinweis für den Einsatz von unausgereiften Techniken, datenverarbeitenden Mechanismen: Gibt es gegenwärtig keine ausreichenden Regelungen und Gesetze, können Unternehmen schnell in den Bankrott getrieben werden, sollte sich die Situation diesbezüglich ändert. Stell dir vor, du hast alle internen Abläufe auf Künstliche Intelligenz umgestellt und im Nachhinein treten neue Gesetze für die Nutzung von KI in Kraft. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen und sind jetzt noch nicht absehbar. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Gesetze im Bereich Urheberrechte und Lizenzierung Änderungen erfahren. Das kann unter anderm dazu führen, dass alles, was zuvor mit KI-Prozessen ausgestattet wurde, rückgängig gemacht bzw. geändert werden muss und/oder weitere Kosten verursachen. Zudem werden dafür wieder Mitarbeiter benötigt, Geschäftsprozesse geraten ins Stocken oder fallen ganz aus, Kunden springen ab …
Arbeitest du beispielsweise in einer Bank, gibst dort Daten ein, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass du in den nächsten Jahren deinen Job an einen Algorithmus verlieren wirst.
Wenn Unternehmen dazu gedrängt werden, ihren Umsatz und Profit zu optimieren, wird das fast immer auf Kosten der Belegschaft geschehen. Ein Werkzeug zur Hand zu haben, das weder Einwände bei den Arbeitszeiten noch beim Lohn äußert und zudem keine Rechte hat, ist mehr als eine gute Alternative zur menschlichen Arbeitskraft.