Du hast eine gute Idee. Etwas, das es noch nirgendwo auf dem Markt gibt. Ein Prozess oder ein Verfahren, ein neues Material. Du machst dir Zeichnungen, schreibst alles Mögliche dazu auf, drehst Videos darüber – das volle Programm. Da du nicht die finanziellen Mittel hast, um deine Idee in die Tat umzusetzen, entschließt du dich, all das ins Internet zu stellen, um Unterstützung zu erhalten.
Du veröffentlichst Videos auf YouTube, Texte, Blogs auf verschiedenen Plattformen, Grafiken und Bilder stellst du auf Pixabay ein, 3D-Arbeiten teilst du auf Unity, TurboSquid, All3dp, OpenAI …
Anstatt Hilfe erhältst du Absagen und negatives Feedback. Deine Idee sei keine gute, und keiner könne sie gebrauchen. Traum geplatzt, aber nur für dich selbst. Das Erwachen kommt, wenn du später deine eigenen Daten oder daraus entstandene Dienste bezahlen musst. Vielleicht macht dich deine Idee, die gar nicht so schlecht war, wie es dir vermittelt wurde, sogar arbeitslos.
Alle digitalen Inhalte, die du ins Internet und auf Onlineportalen speicherst, können von unrechtmäßiger Nutzung betroffen sein. Niemand kann genau überprüfen, welche Daten als Grundlage für das Trainieren von KI genutzt werden und welche Geschäftsgeheimnisse für eigene Zwecke missbraucht werden. Cloudspeicher und Cloudumgebungen sind Feldfrüchte auf feindlichem Territorium. Indem du deine Dokumente, Bilder, Texte … auf fremden Onlinespeichern ablegst, gibst du den Betreibern die Möglichkeit, diese einzusehen. KI-Dienste scannen Milliarden dieser Speicher und alles, was möglich ist. Es gibt keine Behörde, die Onlinedienste reguliert oder überprüft. Das Zensieren von Texten ist nicht das Gleiche!
Da es zur Zeit wenig bis keine Gesetze bezüglich der KI-Trainingsprozesse und der im Internet zugänglichen Inhalte gibt, sind Urheberrechtsverletzungen vorprogrammiert. Generative KI generiert aus vorhandenen Daten keine neuen Inhalte, sondern stellt diese neu zusammen. KI generiert nichts Neues, sie kopiert!
Ein riesiger Datenpool, der in den letzten 30–40 Jahren vor allem von Internetnutzern gesammelt wurde, wird heute größtenteils von KI zu Trainingszwecken missbraucht. Darunter sind private Fotos, Bücher, Audiodateien und Firmenunterlagen. Generative KI ist auf Nutzereingaben angewiesen, um weiter trainiert zu werden, weshalb schmackhafte Angebote dazu das Internet überschwemmen. Diese sind wie Werbespots aus dem Fernsehen. Aus zahllosen Analysen weiß man, dass die meisten, wenn sie nur lange genug berieselt werden, mitmachen, egal wie zwielichtig es auch sein mag.
Vor allem aber jene, die nach einem rettenden Strohhalm suchen, um reich zu werden, fallen immer wieder auf neue und angeblich reich machende Techniken herein. Sind diese zudem noch einfach in der Bedienung, finden sich innerhalb kürzester Zeit Millionen Anhänger, die alles, was gegen ihr neues Wundermittel spricht, ablehnen. Sie lassen es nicht zu, dass ihre Blase zerplatzt, sondern klammern sich an eine Illusion. Am Ende, selbst dann, wenn das große Erwachen kommt, wird alles geleugnet, als wenn nichts geschehen wäre.
Millionen Mitmenschen arbeiten fast ausschließlich ›online‹. Das bedeutet, dass auch deren Arbeiten online gespeichert und von Fremden eingesehen werden können. Selbst wenn jemand nicht möchte, dass seine erstellten Dokumente oder Videos für Dritte sichtbar sind, werden sie dennoch fast immer von Fremden betrachtet, ohne dass der Eigentümer etwas davon erfährt. Der Grund ist Profit. Der Freifahrtschein für Datenklau ist teilweise sogar in den AGB einiger Unternehmen hinterlegt.
Viele ansich intelligente Personen teilen auf Onlineplattformen sehr interessante Ideen und Erfindungen mit den dortigen Betreibern im Glauben, sie seien bei ihnen an einem sicheren Ort. Diese Plattformen erkennen das Potenzial darin und nutzen es daher häufig für ihre eigenen Zwecke.
Diese Unternehmen schlagen Profit aus deinen Arbeiten und deinen persönlichen Daten und oftmals zahlst du am Ende dafür.
Das Ergebnis: Die ursprünglichen Besitzer der Daten werden immer ärmer, da sie all ihre privaten Dinge hinausposaunen und zudem ihre Arbeitsgrundlage verschenken. Letztendlich schaffen wir die Basis dafür, dass Fremde reicher und mächtiger werden und die meisten Menschen immer mehr verarmen. Dahinter steckt List, aber keine Intelligenz.
Künstliche Intelligenz benötigt Daten als Basis, um seine Algorithmen zu verbessern, zu trainieren. Bewegte Gesichter auf Videos, gesprochener Text aus Blogs, Dokumente, menschliche Bewegungen und alle digitalen Inhalte dienen den Algorithmen der KI als Lerngrundlage.
Mittlerweile gibt es Datenbanken mit Milliarden Bildern und Videos. Es gibt so viele Texte, dass es schier unmöglich ist, den Überblick zu behalten. KI ist nicht zuletzt ein Werkzeug, das all diese Datenmengen beherschen wird – so die Annahme. Der Fokus bei der Entwicklung liegt, wie so oft, auf dem Ziel und weniger auf Moral und Würde. Eine schnelle Fertigstellung hat meist Vorrang vor anderem.
Wir müssen dabei unterscheiden, um welche Art von KI es sich handelt. In Bereichen der Verwaltung ist Künstliche Intelligenz allein wegen der riesigen Datenmengen sinnvoll geworden. Dies müssen wir immer in Zusammenhang mit den Menschen betrachten, die sie entwickeln und nutzen.
Schon seit Menschengedenken wissen wir, dass die Preisgabe von persönlichen und privaten Dingen ein Tabu ist, teilweise sogar innerhalb der eigenen Familie (kein Ratschlag von mir!). Seitdem wir Offenheit und Gutmütigkeit als menschliche Schwäche interpretieren, anstatt sie zu respektieren und zu würdigen, werden wir gezwungen, unsere Privatsphäre zu schützen. Wäre es anders, wäre auch Datenschutz nicht nötig!
Wie klug kann es sein, seine Geheimnisse, Geschäftspapiere und privaten Inhalte auf Onlinespeichern bei völlig Fremden abzuspeichern und auch noch an deren Sicherheit zu glauben?