Annähernd jeder teilt Fremden im Internet mehr Informationen mit, als er dies jemals in den eigenen vier Wänden tun würde. Und Millionen Menschen kommunizieren mehr im Internet als mit ihrem Partner oder ihren Kindern. Diesen Zustand nutzen bestimmte Personen zu ihrem finanziellen Vorteil, und das auf unterschiedlichste Weise. Die Hauptgründe aber sind stets Geld und Macht.
Ich sehe immer mehr Online-Dienste, die andere verleiten, ihre Daten online zu übertragen oder einzugeben. Sei es für E‑Mail-Accounts, Social-Media, Umfragen, sogenannten kostenlosen digitalen Downloads, Musik-Foren, Wegfinder, KI-Dienste und Tausende weitere fragwürdige Angebote.
Audio, Video, Texte, Spielstände und vieles mehr sollen wir online konvertieren und auf Systeme Fremder hochladen. Kontakte zwischen Geräten synchronisieren und somit unsere private Deckung aufgeben. Selbst auf sogenannten privat gekennzeichneten Seiten wird Derartiges angeboten. Es gibt kaum noch Programme für die Offline-Nutzung, gut wenn man sich welche für schwere Zeiten abgespeichert hat! Sind wir erst einmal gewohnt, Daten ins Netz zu speichern, dann stellen wir immer weniger Fragen und denken immer weniger darüber nach, weshalb das gar keine gute Idee ist. Wir werden träge.
Ist das Freiheit? Ist es Freiheit, seine Privatsphäre im Internet bei völlig Fremden abzuspeichern und zu veröffentlichen, oder eher Dummheit?
Auf jeden Fall ergibt sich daraus Abhängigkeit und es macht verletzlich!
Ist uns das Online-Verhalten so vertraut und intim geworden, dass wir das Gefühl haben, es sei unsere Familie? Zum jetzigen Zeitpunkt sehen die wenigsten Menschen, dass sie meist den Feind vor sich haben: Den Wolf im digitalen Schafspelz.
Geschäftliche sowie sehr intime Vertraulichkeiten werden in E‑Mail-Postfächern gespeichert, von deren Betreibern mittlerweile jeder wissen sollte, dass diese die Inhalte einsehen und auswerten. Und zwar alles, den Text sowie Anhänge darin. Wir sollten doch hin und wieder die AGB lesen und sie auch ernst nehmen.
Das Schlimmste daran, Opfer unterstützen das durch ihr Verhalten! Des Weiteren fördern diese Unternehmen die Cyber-Kriminalität durch die ein oder andere Weise. An erster Stelle aber dadurch, dass deren IT-Umgebungen und Systeme oft nicht sicher vor Fremdzugriffen sind. Immer wieder gibt es darüber Berichte. Über Hunderte Millionen gestohlener Datensätze oder Identitäten aufgrund eines Datenlecks oder fehlerhaft konfigurierter Dienste – Jahr für Jahr. Vielen ist noch immer nicht klar, dass es Webseiten gibt, die über Datenlecks und Datendiebstahl berichten, wie beispielsweise "firewalltimes.com".
Jeder muss natürlich für sich selbst entscheiden, was er oder sie für seine bzw. ihre Privatsphäre bereit ist, zu tun, und was nicht. Mir liegt es fern, für Sie zu entscheiden, so wie es die E-Commerce-Giganten täglich tun. Meine Hoffnung liegt auf der versteckten Vernunft.
Vielleicht gehörst auch du zu denen, die stets sagen: "Ich habe nichts zu verbergen". Dann hoffe ich, dich durch diese Seiten umstimmen zu können und unser aller Sicherheit und Privatsphäre damit zu verbessern.
Fangen wir mit ein paar Fragen an! Fragen wie diese sollte sich jeder stellen und dazu eine sinnvolle Antwort finden.
Wer, wie, was …?
Als Erstes müssen wir ein paar Dinge analysieren, um zu verstehen, was alles um unsere Daten herum geschieht. Im Vordergrund und Drehpunkt steht der Mensch. Dann folgen Technik, Rechte und Pflichten, Gesetze. Die Menschen sind natürlich der wichtigste Part von allem, denn um uns geht es schließlich.
Warum?
Die Frage nach dem Warum kann am schnellsten beantwortet werden: Geld, Profit, Macht und Manipulation.
Wer hat deine Daten?
Welche Person, öffentliche Einrichtung, welches Unternehmen, Amt …? Hast du persönliche Daten freiwillig weitergegeben oder sind die jetzigen Besitzer über einen anderen Weg an deine Daten gekommen? Dass ein Amt deine Daten hat, leuchtet meist ein, bei Privatpersonen dagegen nicht, außer du hast diese freiwillig und aus einem bestimmten Grund weitergegeben.
Weshalb hat jemand deine Daten?
Muss jemand private Daten über dich besitzen – vielleicht aufgrund von Gesetzen, weil du eingekauft hast, vielleicht einen Mitgliedsausweis hast anlegen lassen – oder sind Daten von dir dort ohne ersichtlichen Grund? Bei geschäftlichen Aktivitäten ist es meist so, dass nur dann ein berechtigtes Speichern und Verarbeiten deiner personenbezogenen Daten erlaubt ist, wenn auch eine geschäftliche Aktion getätigt wurde. Ist dies nicht der Fall, sind die meisten Unternehmen nicht berechtigt, deine personenbezogenen Daten zu besitzen oder gar zu verarbeiten und schon gar nicht zu verkaufen.
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