Buchtitel
- Kein Trost. Nur Feuer
Kein Trost. Nur Feuer.
Was nicht gesagt werden darf,
brennt hier.
In Gedichten,
die keine Rettung versprechen.
In Gesprächen,
die niemand führen will.
Dies ist kein Heilungsbuch.
Es ist ein Protokoll
von Wunden,
die weiterleben.
Mira Rauk schreibt Gedichte und Texte über das, was man lieber nicht ausspricht. Über Gewalt, Verlust, Angst, Schuld. Über das, was nicht vergeht – und das, was man trotzdem überlebt. Ihre Sprache ist leise, klar und schneidend. Sie weicht nicht aus. Sie beschönigt nichts. In ihren Texten geht es nicht um Heilung im klassischen Sinn – sondern um das Benennen. Das Sichtbarmachen. Das Festhalten dessen, was war und ist, ohne es zu glätten. Mira Rauk glaubt nicht an einfache Antworten. Aber sie glaubt an die Kraft des Schreibens, wenn alles andere versagt. An die Möglichkeit, in Worten einen Atem zu finden – oder wenigstens einen Zwischenraum, der trägt. Sie schreibt für Menschen, die sich nicht wiederfinden in Ratgebern oder Phrasen. Für die, die durch Schmerz gegangen sind und wissen, dass Sprache ein schmaler Grat sein kann: zwischen Erinnern und Verstummen. Ihre Texte sind Widerspruch und Zeugnis. Fragment und Feuer. Und manchmal auch leise Versuche, dem Innersten eine Stimme zu geben – ohne Lautstärke, aber mit Wahrheit. Mira Rauk lebt mit der Ambivalenz. Und schreibt aus ihr heraus.