Autorin Ulrike M. Dierkes
In welchen Genres schreibst du?
Autobiografie, Krimi, Kurzgeschichte, Lyrik, Psychothriller, Sachbuch
Titel deiner bisher veröffentlichten Bücher?
"Melina`s Magie" (1995, Georg Bitter Verlag KG, Recklinghausen)
"Meine Schwester ist meine Mutter-Inzestkinder im Schatten der Gesellschaft" (1997, Patmos Verlag, Düsseldorf)
"Schwestermutter-Ich bin ein Inzestkind" (2004, Bastei Lübbe, Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach)
"Schwestermutter-Ich bin ein Inzestkind" (2019, ebook, Lübbe Entertainment)
Willy Sievers: "Die Engelkette-Hitlers Überfall auf die Sowjetunion-Nach Tagebuchaufzeichnungen eines zum Wehrdienst gezwungenen deutschen Soldaten" Hrsg., (2019, Longinus, Coerde)
Wie kamst du zum Schreiben?
Schon sehr früh begann ich zu schreiben, nachdem ich ein Tagebuch geschenkt bekommen hatte und die befreiende Wirkung des Schreibens erlebt hatte. Ich schrieb zuerst für Jugendmagazine und Schülerzeitschriften.
Worauf konzentrierst du dich beim Schreiben am meisten?
Auf das, was ich erzählen will. Auf die Aussage, die Botschaft, die Form, den Inhalt, und vor allem auf die Länge. Oftmals sind Form und Themen vorgegeben oder durch andere Bedingungen festgelegt. Daran halte ich mich.
Wie alt warst du, als dir das erste Mal der Gedanke kam ein Buch zu schreiben?
Schon mit 18 wusste ich, dass ich eines Tages ein Buch schreiben und veröffentlichen möchte. Bis dahin habe ich mich in kurzen Formen geübt. Lyrik. Prosa. Kurzgeschichten. Habe die Zeit genutzt, meinen Stil zu finden.
Wie lässt du dich inspirieren?
Hinausgehen in die Natur, unter Menschen gehen, Stimmungen aufnehmen und einfangen, vor allem aber auch durch meine Träume. Auch eigene innere Entwicklungen und Prozesse. Sich in Gesellschaft inspirierender und kontrovers diskutierender Menschen begeben.
Ist das Schreiben so etwas wie ein Ventil für dich und wenn ja, wie beschreibst du es?
Schreiben ist schon von Anbeginn eine Auseinandersetzung mit mir selbst, denn bevor ich loslege, setze ich mich mit mir selbst auseinander, ich bin mir selbst gegenüber sehr kritisch, bin eine Meisterin des Reflektierens.
Welches deiner Bücher gefällt dir selbst am besten?
"Melina`` s Magie", weil es mein erstes Buch ist. Aber mein Herzensbuch ist natürlich meine 2004 erschienene Autobiografie "Schwestermutter-Ich bin ein Inzestkind", das seither unverwüstlich seinen Weg gegangen ist.
Welche Charaktere deiner Bücher sind dir am meisten ans Herz gewachsen?
Das bezaubernde Mädchen Melina, das sich wünscht, magische Kräfte zu haben, um die Welt durch Gedankenkraft und Zauberei verbessern zu können. Ich mag Pioniere, die sich durch nichts abschrecken lassen.
Wann erscheint voraussichtlich dein nächstes Buch?
Sobald ein Verlag dies will. Stoff hätte ich reichlich.
Wo bzw. wie sind deine Bücher am einfachsten zu finden?
Überall, wo es Bücher gibt. In Buchhandlungen am Ort und im Internet, Bibliotheken, Literatursammlungen.
Was sagst du deinen Lesern, die selbst gern schreiben würden, aber nicht wissen, wie sie beginnen sollen?
Einfach den Anfang machen. Überall Stift und Papier parat haben, sich Notizen machen, Eindrücke sammeln und ein eigenes Thema finden. Eine eigene Themensammlung anlegen. Die Themen liegen auf der Straße. Sich selbst von einem Thema finden lassen, ist auch spannend. Vor allem diszipliniert dranbleiben.
Deine Abschlussrede
Lasst Euch nicht das Wort verbieten. Ergreift es. Sprache schafft Wirklichkeit. Wer schreibt, der bleibt. Papier ist geduldig. Lasst Euch nicht von falschen Tabus bremsen. Es gibt soviel Themen, die nur darauf warten, von mutigen Menschen aufgegriffen und in angenehme Lektüre umgewandelt zu werden. Kein Thema ist neu, aber seid erstmalig, unverwechselbar und einzigartig. Keine Angst vor Kritik und Zurückweisung.