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  • Der Archivar • Mila Bagrat

Autorin Mila Bagrat

In welchen Genres schreibst du?

Fantasy, Jugendbücher

Titel deiner bisher veröffentlichten Bücher?

Der Archivar, Borealis

 

Wie kamst du zum Schreiben?

Schon als ein Kind verbrachte ich unzählige Stunden in der örtlichen Bibliothek und ließ mich von großen Meistern inspirieren. Nach dem Studium der Germanistik arbeitete ich eine Zeit lang als Übersetzerin für Deutsch/Englisch/Spanisch/Russisch/Ukrainisch, doch die eigene Kreativität zwang mich zum Stift zu greifen und meine eigenen Ideen aufzuschreiben. 2001 entstand mein erster Roman „Das Böse“ im Genre Mystisches Drama, der in meinem Geburtsland (der Ukraine) in einem Literaturwettbewerb ausgezeichnet wurde und viele positive Kritiken erhielt.

Worauf konzentrierst du dich beim Schreiben am meisten?

Auf die Persönlichkeit meiner Helden. Ich schreibe im Genre Jugendroman – Urban Fantasy. Meine Helden sind keine magischen Wesen mit übernatürlichen Kräften. Sie sind reale greifbare Figuren, in denen jeder Leser sich selbst und seinen Alltag erkennen kann. Ich beschreibe sie mit allen ihren Stärken und Schwächen- sie träumen und leiden, siegen und scheitern. So kann ich meine Leser nicht nur auf spannende abenteuerreiche Reisen durch meine Bücher schicken, sondern sie auch auf wichtige Themen aufmerksam machen – Mobbing, soziale Ausgrenzung, Intoleranz und vieles mehr.

Wie lässt du dich inspirieren?

Meistens auf Reisen. Meine Familie reist gern durch die Welt und es sind keine besonderen Orte, die mir dann in Erinnerung bleiben, sondern einfache Stadtausflüge, bei denen wir uns in einer unbekannten Stadt auf eine Bank setzten und den Alltag der Einheimischen beobachten. Ob New York oder ein kleines Bergdorf in Portugal - das sind eher stille besonnene Augenblicke, die mir zeigen, wie vielfältig und interessant das Leben ist.

Welches deiner Bücher gefällt dir selbst am besten?

Oh, schwierig. Das ist genauso, wie wenn man Eltern fragen würde, welches ihrer Kinder sie am meisten lieben. Unmöglich zu beantworten, außer – ich liebe sie alle gleich. Ich kann nicht anders. Meine Werke sind zu unterschiedlich, um miteinander verglichen werden zu können, zumindest so explizit verglichen, dass man einen Favoriten feststellen könnte.

Welche Charaktere deiner Bücher sind dir am meisten ans Herz gewachsen?

Meine Hauptcharaktere sind extrem empathisch und einnehmend, es ist unmöglich, sie nicht ins Herz zu schließen. Doch an dieser Stelle möchte ich die Lanze für die Charaktere der zweiten Reihe brechen – ob der geheimnisvolle Wunschmeister Killian aus meinem neuen Buch „Borealis“ oder der witzige kleine Waschbär Björn aus meinem ersten Buch „Der Archivar“, sie alle sind vielseitig, komplex und extrem liebenswert. Sie helfen meinen Hauptcharakteren sich voll zu entfalten und zeigen, wie wichtig die echte Freundschaft und die gegenseitige Akzeptanz im Leben sind.

Wann erscheint voraussichtlich dein nächstes Buch?

Momentan befinde ich mich mitten im Release von meinem zweiten Buch „BOREALIS“. Die E-Book-Version erschien am 25.02.25, das Taschenbuch wird voraussichtlich bis April 2025, also in den nächsten 2 Wochen, veröffentlicht. Es ist das zweite Buch aus meiner Reihe „Magisches Deutschland“ - einem Literaturprojekt aus mehreren, in sich abgeschlossenen Einzelbänden, die inhaltlich nicht zusammenhängen, jedoch ein gemeinsames Motto haben: “Jedes Buch verzaubert eine neue deutsche Stadt“.

Wo bzw. wie sind deine Bücher am einfachsten zu finden?

Sowohl „Der Archivar“ als auch „BOREALIS“ findet man bei Amazon – als eBook, Taschenbuch oder gebunden mit kostenlosem Versand. Außerdem kann man beide Bücher kostenlos im Rahmen von Amazon Kindle Unlimited Programm lesen.

Was sagst du deinen Lesern, die selbst gern schreiben würden, aber nicht wissen, wie sie beginnen sollen?

Wenn das Schreiben ein untrennbarer Teil ihrer Persönlichkeit ist, dann wird diese Fähigkeit selbst einen Weg nach draußen finden. Es ist unwichtig, wie man schreibt – strukturiert und organisiert zu festen Zeiten am Arbeitstisch oder chaotisch auf kleinen Zetteln und Notizen zwischendurch im Alltag, diese Art der Kreativität wird sich immer durchsetzten. Ich würde sagen – einfach losschreiben. Nicht mal von Anfang an, nein, auch so – als wilde ungeordnete Gedanken. Ich, zum Beispiel, erschaffe meine Geschichten auch mal vom Ende her. Das heißt, eines Tages entsteht ein gewaltiges Finale Furioso in meinem Kopf, das ich schnell aufs Papier bringe und erst dann überlege ich mir, wie es zu all dem kommen könnte.

Deine Abschlussrede

Liebe Leserschaft, gebt auch den Büchern abseits des Mainstreams eine Chance – den Büchern von all den talentierten Selfpublishern, zu denen ich auch gehöre, die jeden Tag für mehr Sichtbarkeit ihrer Bücher kämpfen. Meistens allein. Wir schreiben, zeichnen, entwerfen unsere Cover, wir erledigen den ganzen offiziellen Kram bei der Veröffentlichung – mit einem einzigen Wunsch – in der weiten Welt da draußen gehört zu werden. Gelesen zu werden. Verstanden zu werden. Ich freue mich auf jeden einzelnen Leser! Und vielen Dank an das Team von der Community für Leser „Wortundgeistreich“ für dieses Interview!