Wie funktioniert das mit dem Geld?
Ich möchte dir so einfach wie möglich erklären, wie das mit dem Geldfluss funktioniert und weiterhin, welche fatalen Auswirkungen das haben kann. Nehmen wir als Beispiel das Thema ›Einkauf‹
Noch vor ein paar Jahrzehnten musste der Verkäufer seine Kunden persönlich kennen, um abschätzen zu können, was er ihnen verkaufen konnte. Ohne Informationen über potenzielle Kunden zu besitzen, ist das Verkaufen, ›wovon auch immer‹, damals wie heute ein Blick in die Glaskugel.
Jene, die etwas älter sind und beispielsweise in den 1980er-Jahren im ›Laden um die Ecke‹ einkaufen gingen, wissen, wie das damals ablief. Es wurde ein Plausch mit dem Verkäufer gehalten. Von Angesicht zu Angesicht – von Mensch zu Mensch!
Der Verkäufer erfuhr Privates über seine Kunden – wenn er Glück hatte. Er setzte dieses Wissen ebenso gezielt wie geschickt ein und ohne die Privatsphäre seiner Kunden zu missbrauchen, passte er seine Verkaufsstrategie an. Sein Umsatz stieg, er erweiterte sein Sortiment und überraschte damit positiv seine Kunden, die er nicht zuletzt aufgrund der Qualität an sich band. Die Kunden waren zufrieden.
Ich Laufe der Zeit, und vor allem mit dem Übergang des Internets von der militärischen und akademischen in die kommerzielle Nutzung, änderte sich schleichend alles.
Vorwiegend die Informationsbeschaffung wandelte sich von einer subtilen und zwischenmenschlichen Version in eine qualitätslose, von Gier getriebene, bei der die Privatsphäre permanent missachtet wird. Menschen werden von geachteten Individuen zu Melkmaschinen degradiert.
Weshalb dieser Punkt oberste Priorität hat, erzähle ich euch jetzt!
Um Gewinne zu erzielen, muss jeder Verkäufer seine Kunden kennen – noch wichtiger, seine potenziellen Kunden.
Ein bedeutendes Kriterium war einst die Qualität von Produkten und Gütern. Darauf gehe ich hier nicht weiter ein, bis auf den Satz: Qualität wurde durch Korruption ersetzt.
Wie lassen sich Gewinne erwirtschaften? Dieser Punkt wirft Fragen auf, die für das Verkaufen wichtig sind.
Einige davon wie folgt:
- Was kann am häufigsten und mit größtmöglichem Gewinn verkauft werden?
- Wie viel wird der Kunde für dieses oder jenes Produkt ausgeben?
- Welchen Aufwand muss ich für ein Produkt betreiben, um es letztendlich verkaufen zu können?
- Wie schaffe ich es als Verkäufer, meine Ware so zu präsentieren, dass sie möglichst jeder haben will?
- Wie erreiche ich eine sehr große Anzahl potenzieller Kunden?
Diese und weitere Fragen stellten sich die Verkäufer damals. Nicht viel anders ist das heute, nur mit einem entscheidenden Unterschied: dem Bezug auf Datenverarbeitung. Weitere Fragen ergeben sich aufgrund dessen für Verkäufer zusätzlich, vor allem für die Industrie.
Diese sind:
- Wo und wie komme ich an viele private Informationen einer sehr großen Menge Menschen?
- Wer hat diese Informationen und wie kann ich mich daran bedienen?
- Wie schaffe ich es, dass so viele Menschen wie möglich meine Produkte sehen?
- Welche Art Werbung verspricht den größten Erfolg?
- Wie minimal darf die Qualität sein, die ich anbiete, damit ich meine Produkte verkauft bekomme und dennoch nicht in einen Konflikt mit den Gesetzen gerate?
- Mit welchen Produkten kann ich die höchsten Gewinne erwirtschaften und zugleich den geringsten Aufwand betreiben?
- Was kann ich als Verkäufer mit genügend Einfluss tun, um die Gesetze so anzupassen, dass meine Produkte auf jeden Fall gekauft werden?
Seit es das Internet gibt, kann jeder mit nur wenig Aufwand viele Personen erreichen. Das spielt vorwiegend denen in die Hände, die Werbung anbringen und ihre Produkte verkaufen wollen. Wir können davon ausgehen, dass das Internet hauptsächlich aus zwei Gründen in die kommerzielle Phase überführt worden ist: Erstens – um dem Volk Informationen zu entlocken. Zweitens – um es manipulieren zu können.
Zu Beginn war das Internet noch relativ harmlos. Niemand hatte so recht einen kompletten Plan, was das Verkaufen und vor allem die Informationsbeschaffung anging. Nach und nach wurden Werkzeuge entwickelt, wie die Google-Suchmaschine, Online-Übersetzer und andere Onlinedienste, um den Menschen private Informationen zu entlocken. Diese wurden für den Verkauf und vieles andere genutzt, und das hat sich bis heute nicht geändert, sondern um ein vielfaches verstärkt. Die Qualität in fast allen Bereichen hat sich enorm verschlechtert, zudem wird es immer gefährlicher, private Informationen preiszugeben. Wir können nie wissen, für was diese genutzt werden oder wer Zugriff darauf hat.
Im späteren Verlauf kamen Social Media, Video-Sharing und weitere unzählige Onlinedienste hinzu, die vordergründige Ziele verfolgen: Sie spionieren ihre Nutzer und Besucher aus. Die daraus gewonnenen Informationen werden in weiteren Werkzeugen genutzt, die wir eingebettet auf Milliarden Webseiten finden, um den Menschen etwas zu verkaufen. Das sind Werkzeuge wie Google-ADS, Content-Delivery-Networks und zahlreiche andere organisierte Softwareschnipsel.
Informationen, die früher von Mensch zu Mensch mühselig erfragt oder entlockt werden mussten, sind heute über Onlinedienste kostenlos und zudem kinderleicht zu bekommen!
Aktuell werden mehr private Dinge gehandelt als irgendeine physikalische Ware.
Ein wichtiger Punkt an dieser Stelle: Diese unglaublich wertvollen privaten Informationen von Milliarden Menschen sind nicht für jedermann gleichermaßen erreichbar.
Gäbe es nicht Schwachstellen in Netzwerken und Konfigurationen, in Soft- und Hardwareprodukten, wären es sicherlich weitaus weniger Personen, die sich über die immensen Datenberge geheimer und brisanter Informationen erfreuen könnten.
Fassen wir zusammen
Was war damals wichtig beim Verkauf von Ware im Gegensatz zu heute und was hat sich grundlegend und meist zum Negativen verändert?
Nachfolgend die wichtigsten Faktoren im Vergleich. Links damals – rechts heute.
- Qualität – Informationen
- Arbeit – Kopien
- Physikalische Produkte – Digitale Produkte
- Persönliche Gespräche – KI, E-Mails etc.
- Nutzung des Gehirns durch Eigeninitiative – Das meiste den Internetdiensten überlassen
- Überzeugungskraft durch zwischenmenschliche Interaktion – Propaganda, Überflutung durch falsche Informationen, Manipulation mittels digitaler Werkzeuge
- Käufer hatten Geld und die freie Wahl – Käufer werden hauptsächlich durch groteske Werbung zum Kauf überredet
- Privatsphäre – Verlust von Freiheiten
- Echte Waren (qualitativ gute Nahrungsmittel, Kleidung, Autos, Möbel, Elektrogeräte …) – Künstliche Waren (digitale Güter, Massenware, genmanipuliertes Fleisch, Chemikalien im Essen, in der Luft und im Wasser, möbelähnliche Gebilde, größtenteils hergestellt aus Sägespänen, Klebstoff und weiteren künstlichen Produkten, Autos, die mehr Computer sind als ein Fahrzeug, Elektrogeräte halten selten länger als zwei Jahre, Künstliche Intelligenz (auch nur Computercode!))
Im Grunde ist die Liste endlos. Zum einen in Bezug auf unsere negative Entwicklung und zum anderen auf die Ignoranz, die wir zum Füttern unserer Illusionen nutzen.
Gehen wir in der Zeit zurück bis zu dem Punkt, an dem wir damit begonnen haben, uns selbst zugunsten des Konsums und der Habgier aufzugeben.
Kettenreaktion in Kurzversion!
Ware wird schlechter • Ware muss häufiger erneuert und somit auch öfter gekauft werden • Industrie macht vermehrt Gewinn • Konsument zahlt stetig mehr für kontinuierlich schlechter werdende Qualität • Plastik und anderes Verpackungsmaterial landet in den Ozeanen • der Verkauf muss weiter gesteigert werden • zahlreiche Informationen sollen dazu beitragen, die Menschen zu durchleuchten, um noch mehr verkaufen zu können • Missmanagement verschlingt einen Großteil der Gelder • weitere Mengen an Geld werden benötigt • das Volk hat weniger Geld und verarmt, die Industrie wird fortwährend reicher • das Volk verliert seine Privatsphäre, die Industrie gewinnt immer mehr Rechte.
Wie sich diese Kette fortsetzt, weiß inzwischen jeder, denn genau das erleben wir JETZT.
Überdenken wir doch noch einmal gründlich all das, was nach dem Aufkommen von Besitztum, der Industrie, der Banken und dem Internet schiefgelaufen ist, ohne Bezug auf Geld und materiellen Reichtum zu nehmen. Was würde dabei herauskommen, wären wir vernünftige und logisch denkende Wesen? Würden wir dann keine rosa-rote Brille tragen, unseren Mitmenschen mehr Achtung entgegenbringen und uns über die Zukunft auf ehrliche Weise Gedanken machen?
Wir können sicher sein, qualitativ hochwertige Ware wäre noch immer der Standard, Autos bestünden kaum aus Elektronik und wesentlich weniger aus Plastik, Möbel würden aus echtem Holz gefertigt und Waren wären generell 10-20-30 Jahre haltbar, Künstliche Intelligenz wäre höchstens ein Zusatz, jedoch kein Ersatz für Menschen.
Fehler hätten nicht derart gravierende Auswirkungen, würden wir nur schneller aus ihnen lernen!
Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre …
Was kann jeder Einzelne von uns tun, der sich in diese Spirale hat drängen lassen, um seinem Schicksal zu entgehen?
Nachfolgend einige Punkte zur Verbesserung der momentanen Situation. Zu bemerken gilt an dieser Stelle, dass Fehler, die seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten gemacht werden, nicht in ein paar Tagen gelöst werden können.
- Onlinezeiten minimieren.
- Zum Einkaufen in kleine Läden gehen statt ins Internet und von Angesicht zu Angesicht mit dem Verkäufer sprechen.
- Recherchieren! Über Firmen, die Monopole innehaben, um ein Gefühl dafür zu bekommen, mit welchen Menschen wir es zu tun haben, die uns Nahrung, Kleidung und andere Güter verkaufen.
- Alles, was uns wertvolle Zeit raubt, meiden. Vor allem zu viel Social Media und Nutzung von angeblich kostenlosen Onlinediensten, die in Wahrheit nur Daten sammeln.
- Mit echten Menschen kommunizieren und wieder lernen, Mitmenschen zu respektieren.
- Lernen! Sich nicht auf das Internet zu verlassen und stattdessen selbst denken.
- Inhalte aus dem Internet mit Skepsis betrachten.
- Digitale Techniken und Zahlungsmethoden ablehnen.
- Keine privaten und brisanten Informationen preisgeben.
- Unterscheiden zwischen Politik und Industrie und wer davon was tut und wo sitzt.
- Aktiv die Nähe zu Mitmenschen suchen, die mehr Erfahrungen mit diesen Themen haben.
- Eigenständiger werden und die rosa-rote Brille ablegen.
Wenn wir lernen, nicht auf andere zu hören und uns ein eigenes Bild von der durch den Menschen verzerrten Welt zu machen, können wir hoffentlich in ein paar Jahrzehnten wieder vertrauen.
Unsere ursprünglich guten Eigenschaften sind in der Vergangenheit durch künstliche Eingriffe von nur wenigen gierigen Personen weitestgehend zerstört worden. Ein Ende ist nicht in Sicht. Deshalb müssen wir aktiv werden und die Wahrheit über unsere Gier nach Geld, Materiellem und Macht verstehen lernen. Nur dann sind wir in der Lage, diesen Irrsinn abzuwenden.
Denkt mal drüber nach!