Machtdiebstahl mittels Besitztum
Jeder Mensch ist bei seiner Geburt mit den von der Natur vergebenen gleichen Rechten ausgestattet. Sie unterscheidet nicht zwischen Religion, Hautfarbe, Geschlecht oder Geburtsort.
Durch Habsucht – eine menschliche Krankheit, die sich mit dem Besitztum entwickelt hat und seitdem ihren zerstörenden Weg in unserer Welt fortsetzt – entstanden viele weitere Krankheiten des Geistes und des Körpers, die ausschlaggebend für alle heutigen Probleme sind.
Der Glaube an etwas, das nur in den Köpfen der Menschen steckt, ohne eine natürliche und logische Grundlage, ist Auslöser allen Handelns.
Einige glauben, sie seien wertvoller als alle anderen, einige, sie seien Auserwählte und als Herrscher geboren. Wieder andere glauben, nur sie seien berechtigt, Gesetze zu erlassen, nach denen sich jeder richten müsse.
Glaube ist gefährlich, weil er nur eine begrenzte Wahrnehmung ist und/oder von Annahmen genährt wird. Glaube heißt Vertrauen. Vertrauen wird vielmals falsch eingesetzt und falsch verstanden. Vertrauen ist kein statischer Zustand, sondern ein temporärer. Jemandem, dem wir heute vertrauen können, müssen wir morgen vielleicht wieder misstrauen!
Wer an etwas glaubt, vertraut jemandem oder auf etwas, das er meist nicht einmal kennt oder von dem er nicht weiß, ob es wirklich so ist, wie es dargestellt wird.
Unwissenheit ist der häufigste Grund für Glauben und für Handlungen. Wenn wir doch nur so schnell lernen würden, wie wir handeln, vor allem aus unseren Fehlern.
Mit dem Aufkommen von Besitztum hat auch die Gewalt in unserer Welt erheblich zugenommen.
Besitztum entwickelte sich zu Beginn aus Egoismus und dem Willen zu überleben, aber auch aus rein wirtschaftlichen Gründen. Güter schneller und einfacher herstellen zu können, ist einerseits sinnvoll und andererseits die Quelle der heutigen Sucht nach Besitztum.
Was sich zuerst logisch anhört, birgt die Gefahr in sich, wichtige Schritte, die nötig wären, Vorsichtsmaßnahmen aufgrund menschlicher Unvollkommenheit zu ergreifen, zu übersehen.
Wir machen es uns gerne leicht
Aus ehemaliger Notwendigkeit wurden im Laufe der menschlichen Evolution Gier und Geltungsdrang. Danach befielen uns weitere negative Eigenschaften wie beispielsweise die Vergnügungssucht. Vor einigen Tausend Jahren wurden vorwiegend Nahrungsmittel und Rohstoffe gehandelt, heute sind es Daten und Menschen, vor allem für SEX.
Seit wir entdeckt haben, dass es bestimmte Materialien gibt, aus denen wir Güter herstellen können, mit denen wir dann, wenn sie miteinander verbunden sind, etwas tun können, das ohne sie nicht möglich wäre, kam verstärkt Gewalt in unsere Welt.
Nehmen wir die vier genannten Worte genauer unter die Lupe und schauen uns deren Wechselwirkung zueinander an, wird klar, wie sich unsere Geisteskrankheiten entwickeln konnten. Folgen wir der Logik.
Menschen mit wenig Besitz, kommen seltener in die Versuchung, etwas schützen zu müssen, als jene, die sich mit Besitztum überhäuft haben. Eine menschliche Eigenschaft, alles auf dieser Welt sein Eigen nennen zu wollen, ist Basis von Gewalt, Täuschung, Lüge und jeder Menge weiterer negativer Dinge.
Etwas zu besitzen, ist keinesfalls das Problem dabei, sondern unsere Anfälligkeit auf die zuvor genannten Punkte. Wären wir in der Lage, Täuschung von Grund auf zu erkennen, gäbe es sie nicht!
Mit dem Glauben verhält es sich ganz genauso. Wer an etwas glaubt, sei es daran, Indianer hätten keine Rechte oder jeder Europäer wäre ein Feind der Araber, unterliegt einer Täuschung. Eltern, die ihren Kindern erzählen, sie seien besser als andere Kinder, weil sie beispielsweise hier und nicht dort geboren wurden, glauben an solche Dinge und geben diesen Glauben weiter.
Massen verneigen sich mehrmals am Tag in eine Richtung und glauben, es sei ihre Pflicht und bringe ihnen Vorteile.
Jeder Mensch hat die Wahl, was er glaubt und was er tut!
Alles unterliegt der eigenen Entscheidung, ob jemand in eine christliche Kirche geht, in eine Moschee oder eine andere religiöse Einrichtung, was er dort sagt und denkt, selbst wenn er dabei eine Pistole an den Kopf gehalten bekommt. Ebenso hat jeder die Wahl bei dem, was und von wem er etwas glaubt. Töricht ist, jemandem zu glauben, den man nicht kennt. Dieser Fall trifft beispielsweise auf alle Religionen zu und auf Milliarden Menschen jeden Tag.
Wer blind etwas nachmacht, tut dies meist aus nur drei Gründen:
1. Er will dazugehören (wozu auch immer)
2. Geltungsdrang, etwas Besonderes sein
3. Aussicht auf Vorteile
Unser Gehirn spielt uns Streiche
Wachsen wir in einem bestimmten Gebiet auf, das nicht von allen Menschen genutzt wird oder nicht allen bekannt ist, isolieren wir uns von unseren Mitmenschen und umgekehrt. Die lokalen Gegebenheiten, was wir hören, sehen, fühlen und denken, formen jeden Einzelnen von uns. Menschen, die in einem Gebiet geboren werden und aufwachsen, in dem es kein Wasser gibt, werden alles tun, um es zu bekommen. Jene, die ohne Zugang zur Wahrheit sind, werden an etwas glauben, das ihnen vor Ort präsentiert wird, und sie werden das mit dem Glauben Verbundene um jeden Preis erreichen und bewahren wollen.
Isolation zu anderen Menschen und Kulturen macht uns gleichzeitig intolerant. Auch in Zeiten des Flugzeugs und des Internets ist es nicht anders. Dies wird heute besonders durch Werkzeuge, die wir hauptsächlich in den letzten Jahrhunderten entwickelten, erreicht. Der Grund, weshalb das von einigen angestrebt ist, ist Kontrolle, was uns wiederum zurück zum Besitztum katapultiert.
Wer ein Auto besitzt, will ein zweites. Aus einem Haus werden zwei, außerdem muss die Version am Strand dazukommen.
Steigerungen sind ab einem gewissen Punkt nur noch mit speziellen Werkzeugen und Täuschung zu erreichen.
Zum einen wissen wir, wie Menschen auf bestimmte Aktionen reagieren, zum anderen vertrauen zu viele von uns Fremden, was sie sagen oder schreiben, ohne das Umfeld zu betrachten, aus dem der Inhalt durch sie generiert wurde. Wir glauben unseren Mitmenschen aus verschiedenen Gründen, prinzipiell aber, weil wir uns Vorteile daraus erhoffen oder Teil von etwas sein wollen.
Dabei übersehen wir das Wichtigste:
• Jeder von uns ist Teil der gleichen Spezies.
• Fast alles, an das wir glauben, kommt nicht von uns selbst, sondern wurde von Personen erzeugt, die sich Vorteile verschaffen wollten oder wollen.
• Ein Großteil von dem, das wir hören, sehen oder lesen, ist nicht richtig. Vieles nehmen wir anders auf, als es gemeint ist. Alles, das wir erleben, gibt nur einen Bruchteil des Gesamtgeschehens in unserer Welt wieder.
• Menschen machen unentwegt Fehler.
Krankheiten des Gehirns führen mittlerweile so weit, dass viele Straftaten begangen und geduldet werden, bei denen Kinder oftmals über Jahre vergewaltigt werden. Weil Institutionen Angst haben, etwas Falsches gegen die Täter zu sagen, zum Beispiel etwas, das als Rassismus aufgefasst werden könnte. Die Täter sind in dem Glauben, sie seien dazu berechtigt, weil sie die vergewaltigten Kinder, Mädchen, Jungen und Frauen als unrein oder minderwertig betrachten. Hunderttausende müssen Qualen erleiden, weil Krankheiten des Geistes schon lange die Oberhand über die meisten von uns übernommen haben.
Trennung und Isolation
In einer bestimmten Gegend aufzuwachsen und zu leben, bedeutet leider auch, eingeschränkt zu sein. Das kann bis zur Geistes- und Gefühlsblindheit führen. Individualität, die für die menschliche Entwicklung wichtig ist, wird nicht zuletzt durch lokale Einschränkungen blockiert. Jemand, der beispielsweise in Israel lebt, nicht in andere Länder reist und nicht deren Lebensweise erfährt, hat fast immer ein eingeschränktes Blickfeld auf andere Kulturen. Dies trifft natürlich auf jeden zu, der mehr oder weniger isoliert aufwächst und lebt, ganz gleich aus welchem Land er stammt.
Schon zu Beginn unserer Entwicklung, als wir noch geistig gesund waren, begann auch die Isolation unserer Spezies.
Damals wie heute sind Menschen voneinander getrennt – wir leben nicht alle unter den gleichen Bedingungen, am gleichen Ort etc.
Auch bei Tieren ist das so. Einige haben sich nur deshalb so sonderlich entwickelt, weil sie seit Tausenden Jahren isoliert auf einer Insel leben. Hinzu kommt, dass derartig abgetrennte Wesen sich nur auf das fokussieren, das sie lokal vorfinden – alles andere macht ihnen Angst. Sich zu spezialisieren, bedeutet meist auch unflexibel zu sein. Denken wir nur an den Asteroideneinschlag der angeblich die Vernichtung der Dinosaurier zur Folge hatte. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind wesentliche Merkmale zum Überleben. Diese Eigenschaften sind vor allem beim Menschen von großer Bedeutung, weil wir uns auf dem gesamten Planeten ausgebreitet haben und es immer mehr Werkzeuge gibt, die uns von Mitmenschen trennen.
Das Internet, von dem man ausgehen sollte, es bringe einander näher, bewirkt in Wahrheit das Gegenteil. Es gibt viele Studien, die das bestätigen.
Negative Einflüsse
Taten, Schriften, Nachrichten, Gerede, Filme und alles, dem ein Mensch in seinem Leben ausgesetzt ist, hat Einfluss auf ihn. Negatives ebenso wie Positives. Je weiter wir in der Zeit voranschreiten, desto negativer werden wir insgesamt und auf globaler Ebene. Dies ist kein subjektiver Eindruck, sondern offensichtlich. Kriege haben wir schon seit jeher geführt. Dazu sollten wir wissen, sie werden immer von wenigen angezettelt, denen viele folgen!
Schlimm wird es besonders dann, wenn das Negative überhandnimmt und das Positive kaum noch wahrgenommen wird. Wir suchen gerne nach einem Schuldigen, der natürlich nicht aus unserer Umgebung stammt. Mit dieser Selbsttäuschung entsteht ein falsches Weltbild, das uns Taten vollbringen lässt, die für niemanden Vorteile bringen.
Wäre jedem bewusst, dass es allen von uns ähnlich geht, wären wir toleranter. Dies ist ein Grund, weshalb auch Tätern Verständnis entgegengebracht werden muss. Unsere Systeme, die wir und niemand sonst entwickelt haben, sind mitverantwortlich, dass es Gewalt und den menschlichen Irrsinn gibt.
Wir alle folgen dem System, mehr oder weniger. Die einen richten sich nach dem, was sie hören, andere mehr nach ihrem Gewissen und viele danach, was für sie dabei herausspringt.
Logisches Denken
Mit echtem Wissen aus eigenen Erfahrungen, die nicht nur Einzelne, sondern viele machen, können wir logisch denken lernen. Wenn wir wissen, dass Besitztum den Schutz dafür impliziert, ist es nur logisch, dass viel Besitz noch höheren Schutzaufwand erfordert.
Kennen wir die Kultur anderer Menschen nicht und hören immer wieder Negatives über sie, werden wir nicht so schnell positiv über sie denken. Wir setzen sehr viele Werkzeuge ein, die wir nicht beherrschen und oftmals nicht einmal verantwortungsvoll bedienen können, wie das Internet, dadurch versperren wir uns die Möglichkeit, klares und logisches Denken zu erlernen. Das ist die ideale Grundlage für Glauben.
Unsere Kinder sind unsere Zukunft! Wenn wir nicht fähig sind, sie zu schützen, haben wir uns selbst und die Menschheit aufgegeben.
Glaube ersetzt Wissen und Logik!
Logisch ist, glauben ist nicht gleich wissen. Die Bedeutung der Worte ›an etwas glauben‹ wird dennoch von den meisten Menschen nicht verstanden, sonst würden viel mehr am Glauben zweifeln.
Wenn wir wissen, dass Glaube nicht Fakt ist, sondern etwas, das nur sein könnte oder unter bestimmten Gesichtspunkten betrachtet wird, dann wissen wir, es ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Jeder kann einen Logiktest machen und wird erstaunt sein, wie unlogisch seine Ergebnisse sind.
Auch das ist ein Grund, weshalb wir vieles verwechseln und etwas als wahr erachten, das weder erwiesen noch belegt ist. Kombinieren wir weiter, nehmen Isolation, fehlende Kommunikation und negative Einflüsse in die Berechnung auf, wird uns das Dilemma, weshalb wir uns eher schlecht als recht verhalten, noch stärker bewusst.
Kommunikation
Wir kommunizieren nicht nur mit Sprache und Worten miteinander, sondern auch mit dem Körper. Körpersprache kann nur funktionieren, wenn wir uns sehen. Wer jetzt der Meinung ist, es sei ausreichend, sich über das Internet zu beäugen, liegt falsch. Nichts, das wir über das Internet zu Gesicht bekommen, ist so, wie es wirklich ist. Das liegt allein schon an der Umwandlung unserer echten Welt in einen digitalen Datenstrom. Bei diesem Prozess wird das ursprüngliche und natürliche Bild in ein künstliches umgewandelt, bei dem stets auch Inhalte verloren gehen oder hinzugefügt werden. Denken wir nur einmal an die Farben, die wir mit dem Auge in der Natur erfassen, die Luft in einem gesunden Wald etc.
Flache Umgebungen wie das Internet sind nicht in der Lage, die Realität wahrheitsgetreu wiederzugeben, da helfen auch keine sogenannten Reality-Helme oder 3D-Brillen, um das auszugleichen.
Was kommt dabei heraus, wenn 50–60 % aller Menschen täglich für mehrere Stunden im Internet surfen und ihre Privatsphäre hinausposaunen, zwischenmenschliche Verbindungen vernachlässigen und große Mengen Glauben in sich aufsaugen? Nichts Gutes!
Zum einen fördert es Krankheiten in verschiedenen Bereichen und zum anderen verlernen wir miteinander zu kommunizieren, was wiederum der Hauptgrund für Missverständnisse ist. Und ganz nebenbei: Kommunikation war noch nie unsere Stärke.
Schlusswort
Ein Gehirn, das sich vieles einbildet, nicht besonders gut logisch denken und kommunizieren kann, sich’s gerne leicht macht, zudem größtenteils isoliert und mit vielen negativen Einflüssen aufwächst, soll wozu fähig sein?
Wem es logisch erscheint, dass unter solchen Gegebenheiten Weisheit entsteht oder wir damit zu Nächstenliebe fähig sind, ist ein Gläubiger. Wer sich ernsthaft über seinesgleichen Gedanken macht und andere als gleichberechtigt erachtet, ist ein logisch Denkender. Wer bereit ist, mit allen Menschen in Frieden zu leben, ihnen das Gleiche zugesteht wie sich selbst und Selbstzweifel hat, ist ein Wissender.
Nachrichtensender, die folgende Frage stellen: »Wie konnte das passieren«, sind bestenfalls Gläubige, denn sie verstehen weder ihr eigenes Gehirn und Beiträge noch deren Zusammenhänge.
Ein Nachrichtensprecher, der täglich Informationen in großen Mengen ins Internet überträgt und in seinem Leben Isolation, negativen Einflüssen, Krankheiten, Geltungsdrang etc. ausgesetzt ist, ›glaubt‹, was er berichtet. Er weiß meist nicht, dass er selbst an dem beteiligt ist, worüber er berichtet, selbst wenn es sehr negative Dinge sind, die an einem weit entfernten Ort stattgefunden haben. Die Datenverarbeitung macht möglich, dass unsere Welt diesen düsteren Verlauf beschleunigt. Medien sind einer der Haupt-Datenüberträger. Wenn wir nur von einer Fehlerquote von 20 % ausgehen, mit der Informationen übertragen werden, und zudem die Verfälschung von Erlebtem zu gesendeten Inhalten mit einbeziehen, können wir uns ein Bild davon machen, wie wahr Nachrichten sind und mit welcher Skepsis wir sie uns ansehen oder durchlesen sollten.
»Wie konnte das passieren?« Dafür gibt es außer den Anhaltspunkten in diesem Text noch sehr viele weitere Gründe. Wichtig ist für uns alle, besonders für die, die viele Informationen über das Weltgeschehen weitergeben, vom Gläubigen zum Wissenden zu werden!