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Kolumne • Kinder – unsere Zukunft

Thema

  • Kinder
Meinung

Schwer zu glauben, dass jeder Erwachsener auch mal ein Kind war. Wenn ich durch die Stadt gehe, mir die Leute in den Geschäften und auf den Straßen ansehe, wie sie in ihrer Gier nach Geld alles tun.

Als Kind habe ich mich über etwas Süßes gefreut oder auf den nächsten Urlaub mit meinen Eltern, weil es an einen anderen Ort ging. Damals dachte ich, die Erwachsenen haben es wesentlich besser als Kinder. Sie können Auto fahren und überall hin. Müssen keinen um Erlaubnis fragen, haben Geld und kaufen sich, was ihnen gefällt – muss das toll sein.

Heute, wenn ich durch die Straßen oder durch ein Kaufhaus gehe, tun mir Erwachsene leid.
Was ist aus ihren Träumen geworden? Aus ihren Vorstellungen, was sie später sein wollten, all das, was sie tun könnten, wenn sie erst einmal zu den Großen gehörten. Groß sein bedeutet leider nicht, geistig groß zu sein, sondern viel Geld zu besitzen!
Die Welt der Erwachsenen dreht sich heute fast ausschließlich um Geld, das sie immer weiter von den eigenen Kindern entfernt.
Erinnern wir uns an die Zeit, als wir selbst noch Kind waren. Wer wollte Feuerwehrmann werden und wer Stewardess?
Wir generieren seit Jahrtausenden Systeme, die uns in einen Strudel der Zerstörung führen und keinen Platz für Träume lassen. Kinder zu bekommen, liegt in unserer Natur – was machen wir daraus? Hat es Sinn, Kinder in derartigen Systemen auf die Welt zu bringen?

Die Zeit heilt alle Wunden, heißt es. Wie lange wird es dauern, bis die Wunden aller Kinder der Welt geheilt sind? Wird es tausend Jahre dauern, bis all das Böse, das Kindern angetan wurde, vergessen ist – geheilt ist? Wird es zehntausend oder hunderttausend Jahre dauern, bis wir gelernt haben, Kindern nichts Böses anzutun?
Viele Fragen, auf die wir alle gern eine Antwort hätten, dabei liegt sie so nah. Wir müssen nicht die Natur ändern, sondern uns. Vor allem aber müssen wir die Systeme ändern und jene, die diese auf falschen Kurs halten.

Lernen ist der wichtigste Faktor in unserer Enwicklung. Es ist nicht wichtig, neue Produkte herzustellen, die bewusst nach kurzer Zeit kaputtgehen sollen, um sie dann reparieren zu können und daraus erneut Profit zu schlagen. Es ist auch nicht wichtig, ob wir am nächsten Tag Millionen scheffeln oder jemand anderem mit unserem Geld imponieren. Es gibt so viel Unwichtiges, worauf wir unsere Energie verschwenden, aber wirklich Wichtiges vernachlässigen wir.
Kinder: Sie sind WICHTIG!

Aus Kindern werden Erwachsene, denen wir heute auf den Straßen begegnen. In Geschäften, Cafés, solche, die sich gegenseitig herumkommandieren. Erwachsene von heute sind nicht mehr die Personen von gestern. Wäre es nicht besser, wenn wir sagen könnten: Glückliche Kinder werden zu glücklichen Erwachsenen.
Ein ewiger Kreislauf kann sowohl negativ als auch positiv sein. Es liegt an uns selbst, an Vorgesetzten und Lehrenden, besonders an Eltern, wie sich Systeme und somit Kinder entwickeln können. Eltern und Erwachsene haben es in der Hand, in welch einer Welt Kinder aufwachsen, ob ihre Träume in Erfüllung gehen oder nicht.
Jedes Kind hat das Recht, glücklich und gesund zu einem ebenso glücklichen Erwachsen zu werden.

Kolumnist*in

Louis Melloy ist leidenschaftlicher IT-Experte, schreibt aufklärende Texte und seine Meinung über menschliches Verhalten. Er schreibt in den Genres Philosophie, IT-Sicherheit, IT-Sachbuch und Aufklärung. Zudem hat er das CWR-Framework und das SoT-Siegel entwickelt. Zu seinen Kunden zählen unter anderem Medien und Lehreinrichtungen.

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Kommentare

Emilia_Benedict Di., 15.09.2026 - 11:04

Ich habe eben diese Kolumne gelesen und sage, genauso ist das, leider. Menschen stehen nur noch unter Stress, um Zeit, die sie nicht haben, einzuholen. Dabei rennen sie immer schneller durchs Leben. Kinder sind dabei oft ein nervendes Anhängsel. Sie lieben ihre Kinder (die meisten), das ist keine Frage, aber bitte erst später, wenn alles erledigt ist. Doch wann ist später und wie viel Zeit opfert der Erwachsene dafür, 5 min? 10 min? Kinder werden so oft herumgeschubst, am Arm gezerrt, angebrüllt. Die Welt, in der wir leben, ist oberflächlich und grausam. Nur wer treibt uns dazu, zwingt uns dieses Hamsterrad auf? Und wann ändern wir endlich etwas daran und brechen aus diesem Kreislauf aus?

Paolo Silas Di., 15.09.2026 - 23:46

Wer hat damit angefangen? Wie kam es dazu, dass wir uns all das antun? Diese Fragen sind damit verbunden, was unsere Vorfahren getan haben und was sie unterlassen haben. Läuft etwas schief und niemand korrigiert es, dann passieren Dinge, wie wir sie heute erleben. Der Text ist sehr schön und ich stimme voll und ganz zu. Danke dafür.

renet Mi., 16.09.2026 - 17:15

Wieder ein Text der mir sehr gefällt. Als Kind habe ich auch das Gefühl gehabt das Erwachsene nichts als kommandieren wollen. Jeder hackt auf jeden rum. Schau ich in die Zeitung, da sehe ich was los ist und woher das kommt. Wo so viele irre rumlaufen, was soll da normal laufen!? Die Kolumne gefällt mir außerordentlich gut!

Eureka Palmer So., 20.09.2026 - 09:47

Unsere Kinder sind stets die Leidtragenden. In dieser schnelllebigen Welt, wo jeder nur noch an sich denkt, bleiben sie vollkommen auf der Strecke. Die Zeit mit unserem Nachwuchs ist so kostbar, niemand gibt sie uns zurück. Die Menschen sind gestresst, stehen unter Druck, doch sollten nicht unsere Kinder darunter leiden müssen. Wenn wir nicht den ersten Schritt tun, um etwas zu ändern, wer dann? Welche Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen?

connym Di., 22.09.2026 - 11:01

Ja, in der Kindheit war das Leben noch unbeschwert, im Erwachsenenalter, vor allem wenn man nicht darauf vorbereitet wird und mehr sich selbst überlassen, ist alles nur Stress. Und es stimmt, die allermeisten sind gierig. Ich denke auch, der Grundstein liegt in der Kindheit, Erziehung. Es fängt schon damit an, wenn ein Kind anderen immer alles wegnimmt und niemand was dagegen sagt.

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